Mykorrhiza-Pilze – was sind sie und warum sind sie für Eukalyptus so wichtig?

Wirkung der Mykorrhiza-Pilze auf das Wurzelsystem wurden bereits in der fernen Vergangenheit nachgewiesen. Ihr Ursprung lässt sich relativ einfach datieren – sie sind mit uns, beziehungsweise mit den Pflanzen, seit dem Beginn des Lebens auf unserem Planeten vorhanden.

Was sind sie und woher stammen sie?

Mykorrhiza-Pilze sind ein weit verzweigtes, unsichtbares unterirdisches Netzwerk, das ganze Wälder, Plantagen, kurz gesagt jede Gemeinschaft von Bäumen oder Pflanzen miteinander verbindet. Sie verknüpfen deren Wurzeln und dienen als Kommunikations- und Verteilungsnetzwerke für ihre Träger.

Durch dieses umfangreiche unterirdische Pilznetzwerk geschehen wirklich erstaunliche Dinge – es handelt sich um ein komplexes unterirdisches Leben, das zuverlässig in einer präzisen und sinnvollen Symbiose mit den Bäumen funktioniert.

Kommunikationsnetz und Schutz

Mykorrhiza-Pilze können Informationen über Gefahren weiterleiten:

  • Wenn in der Nähe ein Fressfeind auftaucht, der Eukalyptusblätter anfrisst, sendet der Baum über das Pilzgeflecht ein chemisches Signal an andere Bäume.
  • Die übrigen Bäume beginnen daraufhin, ätherische Öle freizusetzen, die den Fressfeind zuverlässig abschrecken.
  • Nach demselben Prinzip wird auch unerwünschtes Insektenbefall abgewehrt.
  • Durch die Ausschüttung bestimmter Stoffe locken sie nützliche Wespen an, die bei der Bekämpfung des Schädlings helfen.

Die gesamte Informationsübertragung funktioniert gerade über das unterirdische Netzwerk der Mykorrhiza-Pilze, das Informationen an alle Bäume weitergeben kann, mit denen es verbunden ist – selbst über größere Entfernungen.

Verwalter von Nährstoffen und Wasser

Mykorrhiza-Pilze sind zugleich eine Art Verwalter der Nährstoffe im Boden, die sie sorgfältig und gezielt jedem Baum genau so zuführen, wie er sie in dem jeweiligen Moment benötigt. Über sie werden wichtige Stoffe in die Bäume transportiert – oder bei starker Schädigung sogar ein ganzer Cocktail nützlicher Substanzen, wenn der Baum gerettet werden muss.

Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine einseitige, platonische Beziehung der Pilze zu ihren Bäumen. Die Symbiose funktioniert auch umgekehrt perfekt: Die Bäume versorgen ihre unterirdischen Pilze mit Energie aus der Photosynthese und mit gespeicherten Zuckern.

Es ist ein Bündnis ohne Kündigungsfrist – bis ans Ende ihrer Tage.

Warum sind Eukalyptusbäume auf Mykorrhiza-Pilze angewiesen?

Gerade Eukalyptusbäume sind stark von ihren Mykorrhiza-Pilzen abhängig. Sie leben mit ihnen ihr ganzes Leben lang in einer vorteilhaften Symbiose. Die Mykorrhiza-Pilze verbinden sich mit ihren Wurzeln und helfen den Eukalyptusbäumen:

  1. Nährstoffe aus dem Boden sowie aus Düngemitteln im Gießwasser aufzunehmen.
  2. Wasser im Wurzelbereich zu halten – vorhandene Feuchtigkeit wird von den Pilzen schnell dorthin transportiert, wo sie benötigt wird.
  3. Extremen standzuhalten – Eukalyptus kommt sowohl mit Trockenperioden als auch mit starken Niederschlägen und Staunässe deutlich besser zurecht.

Mykorrhiza-Pilze sind in der Lage, nützliche Stoffe aus dem Boden effizient aufzunehmen und gezielt an ihren Wirt weiterzugeben. Sie können hervorragend mit diesen Ressourcen wirtschaften: Bei Nährstoffmangel kommen sie mit wenig aus, während sie bei einem Überschuss überflüssige Stoffe herausfiltern und den Wurzeln nur die tatsächlich benötigte Menge zuführen.

Eine perfekte Zusammenarbeit.


Wie können Sie Ihre Eukalyptusbäume unterstützen?

Unsere Pflanzen behandeln wir bereits ganz am Anfang mit Mykorrhiza. Wenn Sie den Eukalyptus jedoch in den Boden pflanzen, empfehlen wir, die Mykorrhiza erneut zu aktivieren und das Präparat Ectovit in das Pflanzloch unter die Wurzeln zu geben.

Damit fördern Sie eine hochwertige und gesunde Verwurzelung und helfen dem Eukalyptus, sich sein unterirdisches Pilzreich aufzubauen, mit dem er sein ganzes Leben lang zusammenarbeiten wird. Wann und wie die Mykorrhiza genau angewendet wird, finden Sie im Artikel zum Produkt Ectovit.

Eukalyptus gedeiht mit einer Behandlung durch Mykorrhiza deutlich besser – sowohl bei der Pflanzung im Boden als auch bei der Kultivierung im Topf.

Sobald die Eukalyptuswurzeln rund um den Wurzelballen ihr eigenes Mykorrhiza-System aufgebaut haben, arbeiten sie ein Leben lang damit zusammen. Solange der Baum wächst, wird ihn dieses System unterstützen und mit ihm mitwachsen.

Quelle: Farma Dozelena

Eukalyptus Winterhart

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