Wie sehen Eukalypten aus heimischem Anbau im Vergleich zu importierten Pflanzen aus Gewächshaus-Grossproduktionen aus?

Viele Menschen kaufen sich einen Eukalyptus als silbrig schimmernden, üppig gewachsenen Strauch mit dem Wunsch, ihn ein Leben lang genau so zu erhalten – beispielsweise als Blickfang vor der Haustür. Man freut sich über jeden neuen Austrieb und schneidet hier und da die silbrig bereiften Zweige für die Vase, einen Kranz oder einfach nur zur Freude ab.

Doch die Enttäuschung lässt meist nicht lange auf sich warten. In der Regel endet die ganze Freude spätestens Ende Oktober, bei den Glücklicheren erst im darauffolgenden Frühjahr.

Falle namens „Frühlingskollaps“


Eukalypten wirken oft den ganzen Winter über scheinbar gesund und geben paradoxerweise erst bei den ersten warmen Frühlingstagen auf – genau dann, wenn man am liebsten schon den Sekt öffnen würde, weil sie den Winter so wunderbar überstanden haben. Wie Sie von uns bereits wissen, können sie braun werden und tot wirken, aber im Mai oder Juni wieder zum Leben erwachen.

Importierte Eukalypten sehen im Geschäft zwar wunderschön aus, überleben jedoch meist nicht lange. Sie werden ganzjährig millionenfach im Gewächshaus in glatten Pflanztöpfen kultiviert, was sie in den meisten Fällen dazu bestimmt, für ihre Käufer lediglich einjährig zu sein.

Warum importierte Pflanzen schlappmachen?

  • Keine Klimaerfahrung:
    Ein solcher Eukalyptus hat weder Temperaturschwankungen, Regen, Sonnenschein, Winterruhe noch Minusgrade erlebt.
  • Kontrollierte Produktion:
    Er kennt nur konstante Temperaturen und exakt dosierte „Pferdedosen“ an Dünger, damit er jederzeit attraktiv aussieht.
  • Schwache Wurzeln:
    Im Kern – also in den Wurzeln – ist er sehr schwach und empfindlich. Verkauft wird jedoch der oberirdische Eindruck, nicht das, was sich unsichtbar in der Erde verbirgt.

Die Bedeutung der Winterruhe (Dormanz)

Eukalypten benötigen ihre Winterruhe – ähnlich wie Eichen oder Ahornbäume. Zwar gehen sie nicht in die gleiche tiefe Dormanz über und verlangsamen ihr Wachstum lediglich, dennoch ist dieser Prozess entscheidend für ein gesundes und natürliches Wachstum.

Und was ist mit den wunderschönen Eukalypten, die bereits ab März die Regale der Gartencenter schmücken? Sie sehen definitiv nicht so aus, als wären sie gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Diesen Pflanzen wird die Winterruhe vollständig verwehrt – sie werden beleuchtet, beheizt, belüftet und besprüht, damit sie dauerhaft aussehen wie auf dem Höhepunkt des Sommers. Von einem winterlichen Nickerchen kann ein solcher Eukalyptus nur träumen.

Erfahrenen Gärtnern fällt sofort auf, dass hier etwas nicht stimmt: Einer sieht aus wie der andere, Unterschiede sind kaum zu erkennen. Gleicher Wuchs, gleiche Verzweigung, gleiche Farbe.

Bei uns auf der Farm ist jedes Stück ein Unikat.

Auf unserer Farm finden Sie keine zwei identischen Eukalypten – obwohl es sich um dieselbe Art, dieselbe Aussaat und dieselbe Pflege handelt:

  • einer ist heller, weil er mehr Morgensonne abbekommt
  • ein anderer färbt sich leicht violett, weil er am Ende der Reihe den ersten Frost gespürt hat-
  • der nächste verzweigt sich in vier Stämme, während derselbe Eukalyptus daneben von selbst als kleiner Baum mit nur einem Stamm wächst
  • einer wächst seitlich, ein anderer treibt von unten neu aus, während sein Nachbar erst weiter oben eine Krone bildet.

Wie sieht eine Frühlingspflanze von uns aus?

Wenn Sie im Frühjahr einen bei uns in gezogenen Eukalyptus kaufen, erhalten Sie eine gut durchwurzelte, gerade erwachende Pflanze (ausgenommen die Variante „Jungpflanze zur weiteren Aufzucht“), wahrscheinlich frisch zurückgeschnitten und noch vor dem Austrieb der Knospen.

Ja – im Vergleich zu einem perfekt gewachsenen Import-Eukalyptus verliert er den Schönheitswettbewerb eindeutig. Hier ist jedoch Vorsicht geboten – kaufen Sie nicht vorschnell einen Eukalyptus von uns und erwarten Sie, dass er wie ein Importprodukt aussieht. Das wird er nicht.

Natürliches Aussehen nach dem Winter:


Unsere Eukalyptus-Pflanzen, die Sie im Frühling kaufen, sehen genau so aus, wie Bäume und Sträucher nach dem Winter in ihrer Ruhephase aussehen sollen:

  • Hier und da ein braunes Blatt.
  • Leichte Pigmentierung durch kalte Temperaturen.
  • Dunklere oder auch hellere Blattfarben (das Chlorophyll arbeitet noch nicht auf Hochtouren).

Doch unten in der Erde sieht die Geschichte ganz anders aus. Die Wurzeln sind gesund, abgehärtet und im Air-Pot-Topf auf natürliche Weise beschnitten. Wenn die Pflanzen ruhen sollen, dann ruhen sie. Wenn sie einen Schub brauchen, bekommen sie Nährstoffe.

Liebe für einen Sommer oder eine langfristige Beziehung?

Hier sollte man sich die Frage stellen, ob man nur einen kurzfristigen optischen Effekt für eine Saison möchte oder ob man es mit Eukalyptus ernst meint – und langfristig denkt.

Beide Varianten haben ihren Markt, und wir verurteilen niemanden, der Eukalyptus nur wegen seiner Schönheit für einen Sommer kauft. Ehrlich gesagt finden wir das aus Sicht eines Pflanzenzüchters sogar besonders interessant.

Risiken beim Anbau

Auch bei einer langfristigen Kultivierung besteht das Risiko, dass es nicht gleich beim ersten Mal klappt – selbst wenn sowohl Sie als auch wir alles richtig machen. Eukalyptus sind lebende Bäume:

  • Manche fühlen sich an ihrem Standort nicht wohl.
  • Andere kommen mit Ihrem Boden nicht zurecht.
  • Wieder andere halten zu langen eisigen Winden nicht stand.

Oder genau das Gegenteil passiert:
Sie haben endlich einen wunderschönen, kräftigen und prächtig gedeihenden Eukalyptus im Garten, der jeden Besuch beeindruckt.

Wir können Ihnen versprechen, dass wir alles dafür tun, damit unsere Pflanzen in bestmöglicher Verfassung unser Haus verlassen und die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft haben – ganz gleich, wohin sie reisen.

Quelle: Farma Dozelena

Eukalyptus Winterhart

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